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Die Magie der Fragen

Blogartikel
 

Finde deine Antworten durch gute Fragen

Fragen helfen uns dabei, Antworten zu finden. Im Laufe des Lebens stellen wir uns so viele Fragen, doch oftmals sind wir uns gar nicht bewusst, welche Macht Fragen haben und wie wir diese noch besser für uns nutzen können. Fragen haben die Aufgabe, Antworten zu finden. Auch unser Gehirn kann hier gar nicht anders, als sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Zudem helfen uns Fragen dabei, den Fokus auf etwas zu richten. Und dorthin, worauf wir unseren Fokus und unsere Aufmerksamkeit lenken, entsteht mehr. Dabei umfassen die Worte Fokus und Aufmerksamkeit nicht nur die Dimension unseres Geistes, sondern auch die unseres Herzens, unserer Emotionen. So können uns Fragen auch dabei helfen, besser an bestimmte Gefühle heranzukommen, mit Ihnen umzugehen, sie einzuordnen. Fragen helfen uns dabei, uns selbst besser kennenzulernen und unsere Wünsche & Träume zu realisieren. Fragen sind der Erste Schritt und unsere Wegweisungsgeber und sie helfen uns dabei, die Verantwortung für unser Leben mit Freude zu übernehmen. Fragen unterstützen uns dabei, mehr Magie in unser Leben zu bringen. In diesem Beitrag möchte ich gern etwas näher auf Fragen in allgemein wiederkehrenden, stressigen Situationen, den Umgang mit dem Inneren Kritiker, Unzufriedenheit sowie auf Fragen, die uns helfen uns selbst besser kennenzulernen, eingehen.

 

Wenn wir uns diesen simplen Prozess & die Funktion der Fragen einmal verinnerlichen, macht ein Streben nach verbesserter Qualität in unseren Fragen nur Sinn. Aber was macht unsere Fragen denn qualitativ besser? Ich denke das ist der Fall, wenn sie liebevoll sind und den Fokus auf Ziele, Lösungen und Möglichkeiten richten.

 

Fragen zu allgemein wiederkehrenden, stressigen Situationen

 

Wenn wir uns den Themenbereich Stress anschauen, können viele bestätigen, dass Stress oftmals durch eine schlechte Selbstfürsorge, Zeit- und Termindruck, eine hohe Erwartungshaltung, Lärm und viel Verkehr, Reizüberflutung oder Konflikten mit anderen Menschen – als auch unseren Liebsten Menschen entsteht. Natürlich ist uns das bewusst, aber dennoch scheinen einige der Situationen sich einfach immer und immer wieder zu wiederholen. Wie schaffen wir es nun, besser mit dem Stress umzugehen oder ihn gar in Entspannung zu verwandeln? Nun, dafür gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Ich denke als Erstes ist es sehr wichtig, achtsamer für die Situationen zu werden, die uns in Stress versetzen. Zu erkennen, welche Situationen Stress in uns hervorrufen und wie wir darauf reagieren.

Häufig tendieren wir dazu zu sagen, dass dies oder jenes dafür verantwortlich ist, dass wir uns gestresst fühlen. Aber ist das wirklich so? In diesen Momenten geben wir die Macht über uns selbst an jemand anderen ab, denn wenn wir gestresst sind oder gestresst reagieren, wird dieser Vorgang stets in unserem eigenen Gehirn ausgelöst. Und somit spielen dabei natürlich unsere Glaubenssätze, Gewohnheiten und Gedanken eine sehr große Rolle. Auch hier ist es daher natürlich sinnvoll, sich qualitativ hochwertigere Fragen zu stellen. Vielleicht stellst du dir selbst bezüglich Stress oft Fragen, die mit einem Warum beginnen, wie beispielsweise „Warum bin ich so gestresst?“ oder „Warum ist der ganze Tag schon wieder so schnell vergangen und ich konnte so wenig erledigen?“. Aber mal ganz ehrlich, bringen uns diese Fragen wirklich weiter? Wir machen uns dadurch auf die Suche nach Gründen für unseren Stress, die wir ja eigentlich meistens bereits kennen, und dabei wollen wir oft gleichzeitig auch die Wirklichkeit nicht ganz so akzeptieren, wie sie ist. Aber so ist sie dann nun einmal in diesem Moment. Und nicht nur in diesem Moment, die Wirklichkeit ist immer so, wie sie ist. Wir sind diejenigen, die den Dingen unterschiedliche Bedeutungen geben. Vielleicht haben wir bisher den Ursachen unseres Stresses eine große Bedeutung gegeben. Und dadurch auch emotional, vielleicht auch körperlich, genau diese Ursachen gefühlt und wahrgenommen? Aber wäre es nicht viel schöner, unseren Lösungen & Zielen mehr Bedeutung zu geben, um so mehr und mehr das zu fühlen, was wir mit unseren Zielen verbinden? Um deinen Lösungen und Zielen näher zu kommen und diese zu erreichen, helfen dir Fragen, die beispielsweise mit einem „Wie..“, einem „Was...“ und mit „Welche…“ beginnen. So könnte man die Frage von vorhin, „Warum bin ich so gestresst?“ in „Was kann ich tun, um den Stress zu entkräften und entspannter zu sein?“ umformen.

Hier findest du eine kleine Inspiration an weiteren Fragen:

 

  • Was muss passieren, damit der Stress kein Stress mehr sein kann und wie kann ich dazu beitragen?

  • Welche mentalen Stärken brauche ich in dieser Situation, damit der Stress mir nichts mehr anhaben kann?

  • Wie, durch welche Aktivitäten, Handlungen, neuen Routinen kann ich diese mentalen Stärken bereits jetzt mehr in meinem Sein integrieren?

  • Was kann ich täglich tun, um Entspannung als Ausgleich und zum Kraft tanken als festen Bestandteil in meinem Leben zu integrieren und so schon präventiv Stress vorbeugen?

  • Wie kann ich mir mehr Freiraum für die Dinge schaffen, die mir Freude bereiten?

  • Gibt es Aufgaben, die ich vielleicht abgeben kann oder die weder wichtig, noch dringlich sind?

 

Ich stelle mir hierzu auch gerne die folgenden drei Fragen, wenn ich das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren oder meine Zeit unnötig zu verplempern:

 

     → „Was mache ich gerade?“

     → „Was will ich erreichen?“

     → „Hilft mir das, was ich gerade mache, bei dem, was ich erreichen will?“

Der Umgang mit dem Inneren Kritiker

Wenn wir es zum Beispiel mit dem Inneren Kritiker zu tun haben, können wir die 3 Siebe nach Sokrates anwenden. Ist das, was uns diese Stimme sagt wahr? Ist es liebevoll? Ist es nützlich? Je nachdem können wir uns entscheiden, ob wir etwas vom Inneren Kritiker lernen können, wir ihm weiter zuhören möchten oder ob wir unseren Fokus und unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten. Manchmal leichter gesagt als getan. Aber vielleicht kannst du es dir ja etwas angenehmer machen. Wie nimmst du den Inneren Kritiker wahr? Ist er männlich oder weiblich? Hat er oder sie deine eigene Stimme oder eine andere? Vernimmst du sie oder ihn dicht an einem oder beiden deiner Ohren oder eher weiter weg? Ist die Stimme laut oder leise? Wenn du alle Eigenschaften herausgefunden hast und den Inneren Kritiker sozusagen in dieser Situation identifiziert hast, könntest du dich Fragen, wie du dir die Stimme denn angenehmer machen könntest. Vielleicht ist es dir möglich, die Stimme etwas ab zu dämpfen oder mit einer lustigen Stimme zu versehen? Vielleicht kannst du ein bisschen mit der Entfernung der Stimme spielen, bis du sie irgendwann nur noch ganz weit aus der Ferne wahrnehmen kannst. Ganz leise, nicht wirklich zu verstehen und auch nicht weiter interessant. Nicht mehr so viel Raum und Energie einnehmend. So kannst du dir Freiraum für schöne und dir nützliche Gedanken & Aktivitäten schaffen.

 

Lösungsorientierte Fragen bei Unzufriedenheit

 

Auch wenn wir unzufrieden sind, sind qualitative Fragen entscheidend. Nehmen wir einmal das Beispiel, jemand ist mit seinem Job unzufrieden. Und so fragt sich der- oder diejenige von Zeit zu Zeit immer und immer wieder, wieso sie so unzufrieden mit dem Job sind. Das Unterbewusstsein wird sich dann automatisch auf die Suche machen und verschiedene Antworten dafür geben. Fängt man stattdessen an, sich Fragen wie ...

 

  • Was kann ich tun, um in meinem Job zufriedener zu sein?

  • Welche Tätigkeit erfüllt mich und welche Wege und Möglichkeiten gibt es, dies zu tun?

  • Welche Tätigkeit ist für mich Sinn erfüllend und wozu möchte ich beitragen?

 

... zu stellen, wird sich das Unterbewusstsein auf die Suche nach den Antworten zu diesen Fragen machen. Vielleicht sind wir aber auch unzufrieden, weil wir Erwartungen nicht erfüllt haben. Erwartungen von jemanden anderen, aber auch Erwartungen an uns selbst. Hier hilft es erst Mal genauer unter die Lupe zu nehmen, ob diese Erwartungen wirklich gerechtfertigt sind. Sind es vielleicht doch die Erwartungen anderer, die ich zu meinen eigenen gemacht habe, ohne, dass es jedoch meine eigenen sind? Was ist mir wirklich wichtig und welche Erwartungen habe ich an mich selbst? Was kann ich bereits heute tun, um meine Erwartungen zu erfüllen? Welche neue Gewohnheit oder welches neue Verhalten könnte dabei nützlich sein?

 

Fragen helfen auch, sich selbst besser kennenzulernen

 

Fragen sind auch sehr schön, um uns selbst besser kennenzulernen und zu entscheiden, wer wir sein möchten, was wir in dieser Welt erschaffen wollen und was wir zu dieser Welt beitragen möchten. Ich selbst bin lange Zeit davon ausgegangen, zu wissen wer ich bin, beziehungsweise habe ich es als so selbstverständlich wahrgenommen, dass ich mich gar nicht wirklich aktiv damit beschäftigt habe. Natürlich wusste ich wer ich bin, schließlich habe ich doch schon so viele Jahre in diesem Körper und mit diesem Geist verbracht. Ich weiß was ich mag und was ich nicht mag, was mich glücklich macht und was nicht. Aber habe ich mich dabei wirklich gekannt? Ich denke nicht. Lange Zeit habe ich beispielsweise auch gedacht, ich sei meine Gedanken. Na und die werden natürlich von einer Menge beeinflusst. Angefangen vom Erbe der Vorfahren, der Kindheit und der Erziehung, dem sozialen Umfeld bis hinzu all den individuellen Erfahrungen, die man so gemacht hat. Natürlich noch von einer Menge mehr, aber darauf möchte ich den Fokus gerade gar nicht legen. Was ich dir ans Herz legen möchte ist, dich immer wieder aufs neue kennenzulernen. Denn vielleicht weißt du jetzt wer du bist, was dir wichtig ist, usw. - aber wie kannst du jetzt wissen, ob das morgen, in einem Monat, in einem Jahr und so weiter noch genauso sein wird?

 

Wichtige Fragen hierzu könnten sein:

 

  • Was brauche ich, um mich wohlzufühlen, was macht mich glücklich?

  • Was ist mir sehr wichtig, was sind meine Werte?

  • Was möchte ich unbedingt in meinem Leben erreichen?

  • Welche unerfüllten Sehnsüchte schlummern in mir?

  • Wofür lohnt es sich, jeden Tag aufzustehen?

  • Welche konkreten Erfahrungen möchte ich in meinem Leben machen?

  • In welchen Gefühlszuständen befinde ich mich am liebsten und wann habe ich diese?

  • Wie kann ich dazu beitragen, noch mehr von diesen Gefühlen entstehen zu lassen?

  • Welche Personen / Kontakte tun mir gut, schenken mir Energie und Freude?

  • Und wie trage ich zu diesen guten Beziehungen bei, wie kann ich diese intensivieren?

  • Welchen Unterschied möchte ich in der Welt machen und was habe ich zu geben und zu teilen?

 

Du bist ein Wunder

 

Um welchen Bereich es auch immer gehen mag, wenn wir anfangen, uns selbst qualitativ hochwertigere Fragen zu stellen, werden wir auch gute Antworten erhalten. Denn du trägst bereits all das Wissen und all die Ressourcen in dir. Erlaube dir, deine mentalen Grenzen zu brechen und fange an, groß zu träumen. Das Leben ist ein Wunder und bietet uns so viele Möglichkeiten. Möglichkeiten, die unser beschränkter Geist erst mal gar nicht findet oder für wahr und möglich hält. Sei liebevoll zu dir selbst, aber auch zu deinen Mitmenschen und deiner Umwelt, achtsam und vor allem wachsam und offen, damit du auch empfänglich für die Antworten zu deinen Fragen bist. Denn diese können zwar ganz eindeutig und prägnant zu dir finden, in Form von Gedanken, aber oft schleichen Sie auch einher, wie ein Flüstern. Manchmal finden sie auch durch ein Gespräch mit einem Unbekannten oder durch das zufällige durchblättern einer Zeitschrift zu dir. Mach deinen Geist daher auch immer wieder frei und begrüße die Antworten bereits im Jetzt in freudiger Erwartungshaltung & Dankbarkeit. Hab Vertrauen & ein offenes Herz. Lass bei allem was du tust, die Liebe mit einfließen, denn sie ist die am höchsten Schwingende Energie und extrem kraftvoll. Um die Liebe im Außen zu erfahren, müssen wir auch fähig sein, sie im Innen zu spüren und zu kultivieren. Vergiss dabei nie - wenn du an Wunder glaubst, wirst du sie auch erfahren. Wenn du nicht an sie glaubst, kannst du sie auch nicht erfahren, da du ja nicht an sie glaubst und sie daher nicht wahrnehmen und bemerken wirst.

 

"Es git zwei Arten sein Leben zu leben.

Entweder so, als ist alles ein Wunder oder so, als ist nichts ein Wunder." 

Albert Einstein

Dennoch gilt, dass Veränderung zwar mit den richtigen Fragen beginnt, die aktive Handlung und Umsetzung der neuen Denkweisen, Gewohnheiten, Entscheidungen usw. jedoch unerlässlich ist. Aber auch hier können wir uns dazu entscheiden, dies in Freude, Leichtigkeit, Vertrauen, Neugierde und Liebe zu tun.

 

Noch ein kleiner Tipp am Rande: Mach es dir zu deiner Gewohnheit, dir immer mal wieder gewisse Fragen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu stellen und achte auf die Qualität deiner Fragen. Nimm die nächste Zeit generell einmal bewusst wahr, welche Fragen du dir selbst stellst und wie du sie dir stellst? Sind es in dem Sinne gute Fragen, da sie dich zu guten Antworten führen werden und gibt es noch etwas, das sie für dich qualitativer machen würde? Notiere dir diese Fragen und schreibe dir deine Antworten dazu auf. Dies hilft deinem Unterbewusstsein bei der Lösungssuche & dem verinnerlichen deiner Antworten.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim experimentieren mit Fragen!

 

Deine Yvonne

 

Du hast Fragen, Anregungen, wünscht dir individuelle Unterstützung, möchtest Kritik oder Lob geben?

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